Letzte Woche lautete die grosse Schlagzeile in den Medien, dass beim Verzehr einer Zucchini (auch Zucchetti genannt), ein älterer Mann verstorben ist (siehe 20min.ch). Nach dieser Schreckensmeldung haben wir uns gefragt: Haben wir den ganzen Sommer ein giftiges Gartengemüse herangezogen und verspeist?

Cucurbitacin ist das enthaltene Gift in Kürbisgewächsen. Darunter zählt neben Kürbissen, Gurken und Melonen auch die Zucchini (zu erkennen an den vielen Samen im innern des Gemüses). Diese giftigen und bitteren Stoffe sind Moleküle, die kaum wasserlöslich sowie hitzebeständig sind. Dadurch können sie auch in gekochtem Gemüse enthalten sein.

In der Regel ist aber gerade bei gekauften Zucchini keine Gefahr vorhanden. Bei gekauftem Gemüse (auch bei Keimlingen, die es in den Gartenläden zu  kaufen gibt) wurde der Giftstoff jedoch herausgezüchtet. In seltenen Fällen können auch Gartengemüse durch Rückmutationen (Kreuzungen mit Wildkürbissen o.Ä.) oder aussergewöhnliche Wetterbedingungen (grosse Hitze, Pilzinfektionen, Überreife) eine schädliche Dosis des Giftes enthalten.

Waren nun also unsere Zucchini vergiftet? Nein, das waren sie nicht. Denn das Gift kann schon bei sehr geringen Mengen durch den bitteren Geschmack sofort erkannt werden. Unsere Zucchini waren immer lecker und süss, also ohne Cucurbitacin.

Der Tipp, den wir euch auf den Weg zum sicheren Verzehr von Kürbisgewächsen aus dem Garten geben können: Probiert ein kleines Stück des Gemüses schon im rohen Zustand. Im rohen Zustand kann der bittere Geschmack sofort erkannt werden und dann sollte die Zucchini nicht mehr verzehrt werden!

Wird es in eurem Garten nächtes Jahr noch Kürbisgewächse geben? Oder habt Ihr uns noch einen anderen Tipp zum sicheren Verzehr von Zucchinis?

Weitere Quellen:

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